Cash vs. Gewinn

Eine verborgene Kennzahl, die den Wert Ihres Unternehmens treibt

Sie wissen bereits, dass Umsatz und Gewinn Ihres Unternehmens eine große Rolle dabei spielen, wie viel Ihr Unternehmen wert ist.

Aber wissen Sie auch, welche Rolle der Cashflow bei Ihrer Bewertung spielt?

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Der Cashflow unterscheidet sich vom Gewinn, weil er die tatsächlichen Ein- und Auszahlungen in Ihrem Unternehmen misst – und nicht die buchhalterische Interpretation Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung.

Ein Beispiel:

Wenn Sie für eine Dienstleistung 10.000 CHF im Voraus berechnen, deren Erbringung sich über drei Monate erstreckt, verbuchen Sie in Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung jeden Monat 3.333 CHF Umsatz – jeweils für die drei Monate, in denen Sie die Leistung erbringen.

Da Sie jedoch im Voraus fakturiert haben, erhalten Sie die gesamten 10.000 CHF am Tag des Kaufs auf Ihr Konto.

Dieser positive Cashflow-Zyklus steigert den Wert Ihres Unternehmens. Denn wenn es Zeit für einen Exit (also der vollständige oder teilweise Verkauf eines Unternehmens) ist, muss der Käufer zwei Schecks ausstellen:

1. Einen an Sie als Eigentümer.

2. Einen an Ihr Unternehmen, um das notwendige Working Capital (Betriebskapital) zu finanzieren – also das Kapital, das benötigt wird, um laufende Verpflichtungen wie Löhne, Miete usw. zu decken.

Der Clou: Beide Schecks stammen aus demselben Bankkonto.

Je weniger Kapital der Käufer zusätzlich in Ihr Unternehmen einschiessen muss, um das Working Capital zu finanzieren, desto mehr kann er Ihnen persönlich für Ihr Unternehmen bezahlen.

Das Gegenteil gilt ebenfalls:

Ist Ihr Unternehmen ein „Cash-Sauger“, wird der Käufer kalkulieren, dass er am Tag der Übernahme erhebliches Working Capital einschiessen muss. Das schmälert seine verfügbaren Mittel – und reduziert den Betrag, den er bereit ist, Ihnen zu bezahlen.


So verbessern Sie Ihren Cashflow

Es gibt viele Wege, Ihren Cashflow – und damit den Wert Ihres Unternehmens – zu steigern.

Eine häufig übersehene Maßnahme: Reduzieren Sie die Ausgaben für Maschinen und Anlagen, die Ihr Unternehmen zum Betrieb benötigt.

Ein Beispiel aus der Gastronomie:

Es gibt ein geflügeltes Wort, wonach ein Restaurant an einem Standort erst nach drei Insolvenzen profitabel wird.

Der erste Eigentümer startet voller Optimismus und kauft eine brandneue Profiküche – mit High-End-Herd, begehbaren Kühlräumen, neuem Geschirr, Töpfen und Pfannen. Noch bevor die Türen öffnen, sind die Barreserven weitgehend aufgebraucht. Innerhalb eines Jahres ist das Geld weg – Insolvenz.

Dann kommt Unternehmerin Nummer zwei. Sie kauft die glänzend neue Ausstattung vom Insolvenzverwalter für 70 Rappen pro Franken – ein vermeintliches Schnäppchen. Doch die Investition ist immer noch zu hoch. Auch sie ist nach einem Jahr wieder vom Markt verschwunden.

Erst der dritte Eigentümer überlebt. Er kauft die Ausstattung vom zweiten Unternehmer für 10 Rappen pro Franken – und schont konsequent seine Liquidität.

Die Moral der Geschichte:

Finden Sie Wege, weniger Bargeld für Ausrüstung auszugeben.

· Können Sie gebrauchte Geräte über Plattformen wie eBay kaufen?

· Können Sie eine sehr teure Maschine mit einem nicht konkurrierenden Unternehmen teilen?

· Können Sie mieten statt kaufen?


Gewinne sind ein wichtiger Faktor für den Wert Ihres Unternehmens – aber genauso entscheidend ist der Cashflow, den Ihr Unternehmen generiert.

Im Value Builder System™ nennen wir dieses Phänomen die Bewertungs-Wippe (Valuation Teeter-Totter) – einen der acht zentralen Werttreiber eines Unternehmens.

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Wird dieses Jahr das Jahr, in dem du den Wert deines Unternehmens massiv steigerst?