Wird dieses Jahr das Jahr, in dem du den Wert deines Unternehmens massiv steigerst?
Fünf Möglichkeiten für wiederkehrende Einnahmen
Wenn du dir vorgenommen hast, den Unternehmenswert in diesem Jahr ernsthaft zu steigern, solltest du darüber nachdenken, wie deine Kunden bezahlen.
Betreibst du ein klassisches Transaktionsgeschäft, bei dem Kunden einmal für ein Produkt oder eine Dienstleistung zahlen, liegt der Wert deines Unternehmens meist im einstelligen Vielfachen des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen).
Anders sieht es bei wiederkehrenden Einnahmen aus. Wenn Kunden regelmäßig zahlen – z. B. im Abonnement – orientiert sich die Bewertung oft am Umsatz. Das kann zu deutlich höheren Unternehmenswerten führen.
Breedlove & Associates verkauft sich für das 6-fache des Umsatzes
1992 gründete Stephanie Breedlove ein Lohnabrechnungsunternehmen, das Eltern dabei hilft, ihre Nannys einfach und regelmäßig zu bezahlen. Sie finanzierte das Wachstum selbst, im Schnitt wuchs das Unternehmen jährlich um 20 %.
2012 erzielte Breedlove & Associates 9 Mio. USD Umsatz – und wurde für 55 Mio. USD an Care.com verkauft. Das entspricht dem 6-fachen Umsatz. Ein beeindruckender Multiple.
Warum zahlen Käufer solche Preise? Weil sie klar sehen, wie das Unternehmen auch nach dem Exit noch stabile Einnahmen generiert.
Fünf Möglichkeiten für wiederkehrende Einnahmen
1. Produkte, die zur Neige gehen
Verkaufe Verbrauchsprodukte im Abo. Beispiele:
Windeln bei Target
Rasierklingen bei Dollar Shave Club (verkauft für das 5-fache des Umsatzes)
Reinigungsmittel bei The Honest Company (80 % Abo-Anteil)
2. Mitgliedschafts-Websites
Wenn du Berater bist, baue eine exklusive Website auf, auf der zahlende Mitglieder Zugang zu deinem Wissen erhalten. Es gibt Membership-Seiten zu Themen von Online-Marketing bis Restaurantführung.
3. Serviceverträge
Statt auf Projektbasis abzurechnen, könntest du monatliche Pauschalen anbieten. Beispiel: Die Marketingagentur GoBrandGo! nutzt diesen Weg für planbare Einnahmen.
4. Ergänzungsservices ("Piggyback Services")
Denke darüber nach, was Kunden nach deinem eigentlichen Produkt noch brauchen:
Webdesigner? -> Hosting im Abo.
Innenarchitekt? -> Reinigungsservice im Abo.
5. Vermietung statt Verkauf Wenn dein Produkt teuer ist und nur selten genutzt wird, vermiete es:
ZipCar: Autos auf Abruf statt Autokauf.
WeWork: Coworking statt eigener Bürofläche.
Du musst kein Softwareunternehmen sein, um monatliche Einnahmen zu generieren. Es gibt keinen schnelleren Weg, den Unternehmenswert zu steigern, als wiederkehrende Einnahmen aufzubauen.